NEUES BEI BRÜCKENBAUEN

WER WIR SIND

Vision & Ansatz

BrückenBauen gUG ist ein gemeinnütziges Unternehmen, das die Vision hat, Integration durch aktive Einbindung in das gesellschaftliche Leben und die Arbeitswelt zu beschleunigen und eine gemeinsame und gut funktionierende Wertegemeinschaft zu festigen. Aus diesem Grund soll das Wissen zu kulturellen Werten nicht von deutsch sozialisierten TrainerInnen „von oben herab“, sondern durch MigrantInnen selber vermittelt werden. Nicht die Deutschen, sondern Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung sind die Experten in Sachen Orientierung in der neuen Heimat mit fremder Kultur und Sprache. Sie sind es, die Brücken bauen können zwischen Menschen, die schon lange in Deutschland leben und denen, die erst vor kurzem hinzugezogen sind. Denn genau sie kennen beide Lebenswelten.

  • Problem
  • Bisherige Lösungsansätze
  • Unser Lösungsansatz

Kulturen sind vielfältig und jede Kultur hat ihre Eigenheiten. Die einen wollen diese Vielfalt in anderen Ländern kennen lernen, Andere müssen es. Treffen unterschiedliche Kulturen aufeinander kann diese Erfahrung befremdlich wirken, Angst und Ablehnung erzeugen. Das Ankommen vieler neuer Menschen in Deutschland bringt Herausforderungen mit sich. Im Bildungsangebot für Geflüchtete fehlt die kulturelle Vorbereitung auf das Leben in Deutschland. Folge sind kulturelle Missverständnisse, die den Alltag und Einstieg in die Arbeitswelt der Neuankommenden erschweren. Auf der anderen Seite entstehen oft Vorurteile und Ablehnung. Das kann in der Entstehung von Parallelgesellschaften und Diskriminierung resultieren.

In den letzten Jahren gilt in Deutschland die „Wertevermittlung“ als eine der wichtigsten Aufgaben von Migrations- und Integrationspolitik. Bisherige Lösungsansätze stellten sich jedoch als wenig erfolgreich heraus. Das Problem ist, dass die Wertevermittlung von „oben herab“, statt durch einen gemeinsamen Prozess entsteht. Oft findet sie im Rahmen von Integrationskursen statt, die überwiegend von Lehrer*innen für Deutsch als Zweitsprache geleitet werden.
So werden die betroffenen Menschen zu Objekten von Anpassungsmaßnahmen reduziert, zu Objekten, auf die ein „Wertekanon“ aufgelegt wird. Werte sollten kein Lernstoff sein und Migrant*innen keine Unterrichtsobjekte. Denn so werden keine gemeinsamen Werte gebildet, sondern „unsere“ Werte auf die Migrant*innen übertragen, ohne ihre eigenen Werte zu respektieren.
Des Weiteren können Deutsche, die die Bildungsangebote durchführen, schwer erkennen, welche besonderen Bedürfnisse die Betroffenen haben, da sie die Lebenssituation der Teilnehmer nicht nachvollziehen können. Die Folge ist, dass die Migrant*innen die vermittelten Werte nicht mit einem persönlichen Sinn verbinden können. Stattdessen bleibt nur eine rein formelle und oberflächliche Wirkung.
Außerdem hat es sich herausgestellt, dass es schwierig ist, die Teilnehmer*innen zu motivieren, an Kursen teilzunehmen, in denen ihnen nur Lerninhalte geboten werden. Viele wollen gerne selbst aktiv werden. Und das können sie bei BrückenBauen – als Kulturmoderator*innen.

Um eine gemeinsame und gut funktionierende Wertebildung zu erreichen haben wir einen Lösungsansatz entwickelt, bei dem nicht von oben herab, sondern durch Migrant*innen selber die Werte und das daraus resultierende Verhalten vermittelt werden sollen. Unser Konzept ist es, Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung, die schon länger in Deutschland leben, zu Kulturmoderator*innen auszubilden. Diese wissen bereits, wie das Leben in Deutschland funktioniert, sie wissen aber auch, wie es ist, neu in Deutschland zu sein.
Nachdem sie sich als Kulturmoderator*innen qualifiziert haben, können die Absolvent*innen im Rahmen von verschiedenen Projekten Neuankommenden bei ihrem Start in Deutschland helfen. Unser Ansatz dabei sind bi-kulturelle Trainerteams: Unsere Kulturmoderator*innen führen zusammen mit zertifizierten Trainer*innen verschiedene Projekte durch. Dabei können die Kulturmoderator*innen entweder ihre eigenen Ideen umsetzen oder werden in unsere Projekte mit eingebunden. Durch diese Zusammenarbeit können am besten kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den verschiedenen Bereichen aufgezeigt werden.

WAS WIR MACHEN

Kulturmoderation

Unser Konzept ist es, Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung, die schon länger in Deutschland leben, zu Kulturmoderator*innen auszubilden. Diese wissen bereits, wie das Leben in Deutschland funktioniert und beherrschen die deutsche Sprache. Sie wissen aber auch, wie es ist, neu in Deutschland zu sein und welche Herausforderungen dies mit sich bringt. Deshalb können sie am besten die Werte und das daraus resultierende Verhalten vermitteln und so selber aktiv zu BrückenBauern werden. In der viermoduligen Qualifizierung zu Kulturmoderator*innen lernen sie, eigene Projekte umzusetzen und als Dolmetscher*in oder Dozent*in kultursensibel zu arbeiten. Die Teilnahmebedingung um an der Qualifizierung aktiv teilnehmen zu können, sind ausreichende Deutschkenntnisse und vor allem ein besonderes Interesse an kulturellem Austausch. Der Aufenthaltsstatus ist egal.

Projekte in bi-kulturellen Trainerteams

Nach der abgeschlossenen Qualifizierung können die Kulturmoderator*innen im Rahmen von verschiedenen Projekten Neuankommenden bei ihrem Start in Deutschland helfen. Unser Ansatz ist die Arbeit in bi-kulturelle Trainerteams: Unsere Kulturmoderator*innen führen zusammen mit zertifizierten Trainer*innen verschiedene Projekte durch. Dabei können die Kulturmoderator*innen entweder ihre eigenen Ideen umsetzen oder werden in unsere Projekte mit eingebunden. Zu den Themenschwerpunkten unserer Arbeit zählen Women Empowerment, das Schulsystem, Arbeitswelt, Studium und kultursensible Trauerarbeit. Außerdem können die Kulturmoderator*innen durch ihre neuen Fähigkeiten auch Einsätze außerhalb von BrückenBauen durchführen, die wir durch unser Netzwerk vermitteln.

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WIE WIR WIRKEN

Kulturmoderator*innen

Unser Ziel ist es, Integration durch Partizipation effektiv zu gestalten und zu beschleunigen. Unsere Kulturmoderator*innen sind das beste Beispiel dafür: Durch die Qualifizierung eignen sich die Teilnehmer*innen Grundkenntnisse der interkulturellen Kommunikation, des professionellen Dolmetschens und der Arbeit als Dozent*in an, die sie vielseitig anwenden können. Außerdem werden sie dabei unterstützt, ihre Erfahrungen und eigenen Perspektive selbstbewusst zu berichten und selbst wertzuschätzen. Nicht nur in unseren Projekten, sondern auch an anderen Stellen können sie ihre Fähigkeiten einsetzen, und werden auch für diese Arbeit entlohnt. Es öffnet sich ein neues Beschäftigungsfeld, in dem sie selbst nun anderen helfen und ihre Erfahrungen weitergeben können: Karrieremöglichkeiten in der Erwachsenenbildung, der interkulturellen Weiterbildung, im sozialen Bereich oder als Dolmetscher*in ergeben sich daraus. Indem sie helfen und ihre Erfahrungen in Projekten weitergeben werden sie zu einem wichtigen Bestandteil einer gut funktionierenden Gesellschaft. Außerdem wird ihnen mitgegeben, wie wichtig es für die Motivation ist, selber aktiv zu werden, sowie stolz und selbstbewusst durch das Erlebte und die Erfahrungen in der neuen Heimat zu sein.  

Neuankommende

Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind, profitieren, indem unsere Kulturmoderator*innen durch ihre Eigenerfahrung als Kultur-Vermittler*innen fungieren. Unsere Trainingskonzepte sind auf die speziellen Lebenssituationen und Bedürfnissen von Geflüchteten und Migrant*innen in Deutschland zugeschnitten. Es wird ein Zusammenleben auf einer gemeinsamen Wertebasis geschaffen, die Wertepluralität gefördert und Wertekonflikte konstruktiv gelöst. Für die Projektteilnehmer*innen entsteht ein besonderer Anreiz: sie werden von „Gleichgesinnten“ unterrichtet. Teilnehmer*innen, denen die Hoffnung fehlt, selbst beruflich einen Einstieg zu finden, schöpfen daraus Mut, etwas zu erreichen – zum Beispiel das Ziel, selbst Kulturmoderator*in zu werden.  Weiterhin profitieren als indirekte Zielgruppe die Menschen im Umfeld der Projektteilnehmer*innen. Kinder der Eltern, die an einem interkulturellen Elternkurs teilgenommen haben, wird der Start in den Bildungsweg erleichtert und zu besseren Chancen verholfen. Projektteilnehmer*innen des interkulturellen Azubi-Workshops können ihre Erfahrungen im Unternehmen an Kolleg*innen mit und ohne Migrationshintergrund weitergeben. So schaffen sie durch kultursensible Kommunikation eine bessere Zusammenarbeit und steigern das vielseitige Potenzial, das durch eine diverse Belegschaft gegeben ist.

Unser Team

Julia ist zertifizierte Interkultur-Trainerin und systematische Coachin. Sie ist ehrenamtliche Patin von drei Geflüchteten. Das Leben im Ausland mit all seinen Herausforderungen lernte sie während ihrer Studien- und Arbeitsaufenthalte in Frankreich, Spanien, Kanada und der Schweiz kennen. Sie betreut seit mehr als zehn Jahren Menschen, die nach Deutschland zum Leben und Arbeiten kommen.

Kontakt
Email: juliahalm@gemeinsam-bruecken-bauen.de
Tel.: +49 172 8353102 

Julia Halm, München
Geschäftsführerin, Gründerin, interkulturelle Trainerin und Coach

Alex hat mehrere Jahre im Ausland studiert und gelebt und ist seit 2014 in Berlin heimisch. Sie gibt ehrenamtlich Trainings in Mentoring für Schüler und Studenten und arbeitet zudem als Helferin im Hospiz. Zurzeit versucht sie sich in Arabisch.

Kontakt
Email: alexandrakossowski@gemeinsam-bruecken-bauen.de
Tel.: +49 176 24694620 

Alexandra Kossowski, Berlin
Interkulturelle Trainerin, NLP Practitioner & Systemischer Coach, sowie ausgebildete Trauer- und Sterbebegleiterin

Schon lange Zeit begeistert ihn das Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Kulturen. Nach längeren Reisen und Auslandsaufenthalten studiert Sebastian nun "Interkulturelle Kommunikation" im Master an der Ludwig-Maximilians-Universität in München

Kontakt
Email: sebastiansteubl@gemeinsam-bruecken-bauen.de
Tel.: +49 1573 7727482

Sebastian Steubl, München
Projektmanagement, allgemeine Unternehmensaufgaben, Fundraising

Laura studiert im Master Medien und politische Kommunikation an der Freien Universität in Berlin. Nach einem Auslandssemester in Jerusalem und einem Praktikum bei einer NGO in Tansania sowie Studienschwerpunkte zu Migration und Flucht, möchte sie gerne mit verschiedenen Kulturen zusammenarbeiten.

Kontakt
Email: laurakleinwort@gemeinsam-bruecken-bauen.de
Tel.: +49 176 84847035

Laura Kleinwort, Berlin
Kommunikation und Social Media
Projekte aus den verschiedenen Bereichen
Teilnehmer*innen in Projekten und Veranstaltungen
ausgebildete Kultumoderator*innen
verschiedene Herkunftsländer der Kulturmoderator*innen

Unterstüze BrückenBauen

BrückenBauen wird als gemeinnützige Organisation größtenteils durch Spenden und öffentlicher Förderung finanziert. Jede Zuwendung hilft, unsere Arbeit deutschlandweit auszuweiten und auch in Zukunft zu ermöglichen. Gleichzeitig können wir damit unsere Angebote für Geflüchtete und Migrant*innen ausbauen. Werde Teil dabei Integration zu beschleunigen, eine gut funktionierenden Gesellschaft aufzubauen und ein werteschätzendes Miteinander zu schaffen. Werde auch du zum BrückenBauer.

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Herzlichen Dank an alle unsere Unterstützer*innen!

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