AugenBLICK mal!

AugenBLICK mal! – ein Workshop für Chancengleichheit, Diversity und Empowerment

Alltagsdiskriminierung – wie fühlt sich das eigentlich an?

Zielgruppe:
Der Workshop wendet sich an alle, die an Anti-Diskriminierung, Diversity und Chancengleichheit interessiert sind und sich mit Ihren eigenen sowie neuen Ansichten auseinandersetzten möchten. Das VR-Erlebnis ist für Schülerinnen ab 9. Klasse geeignet aber auch für Firmen, Organisationen und Betriebe und wird zusätzlich durch das Training von Teilnehmer:innen (Kulturmoderator:innen) bereichert, die bereits selbst Diskrimierungserfahrungen machen mussten. Je nach Zielgruppe, Anlass und Setting wird die Interaktionsphase, die im Anschluss der Videos folgt, individuell gestaltet. Hierzu stimmen wir uns in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Ihnen ab.

Wirkung
Virtual Reality als Medium hat eine sehr starke Wirkung, denn mit Aufziehen der Brille sieht man nichts mehr von seiner Umgebung. So bekommt man das Gefühl, direkt in der gezeigten Alltagsszene zu sein. Durch dieses Eintauchen werden die gezeigten Inhalte intensiver wahrgenommen und mögliche Erfahrungen besser verinnerlicht und sorgen dadurch zu mehr Diversität und Chancengleichheit.

Inhalt
Bei „AugenBLICK mal!“ können Sie zwischen 3 verschiedenen Szenen wählen, die jeweils ca 2-5 Minuten dauern. Zudem gibt es zu zwei Szenen einen passenden Vorstellungfilm des Protagonisten, welcher auch etwa 3-4 Minuten lang ist. Jede Szene kann auf verschiedene Diskriminierungen hin analysiert und somit an die Zielgruppe angepasst werden. In unseren Virtual Reality Szenen werden diskriminierende Vorfälle gezeigt, die auf realen Erfahrungen basieren. Aktuell stehen uns folgende Situationen zur Verfügung:

– Die Bus-Szene zeigt eine Mutter mit Kinderwagen in einem Bus, die verbal rassistisch angegriffen wird

– In der Dating-Szene geht es um einen jungen Mann, der auf einem Date wegen eines Missverständnisses rassistisch beleidigt wird

– Die Polizeikontroll-Szene ist ein klassischer Fall von racial profiling: Polizist:innen kontrollieren eine Gruppe von Jugendlichen, doch nur die Person mit ausländischem Aussehen wird genauer durchsucht

Perspektivwechsel
Der Workshop bietet den Teilnehmergruppen die Möglichkeit, das eigene Verhalten in Situationen von Diskriminierung zu reflektieren und rassistische Dynamiken besser zu verstehen. Durch die Computeranimation und die Dialoge im Originalton können sich die Teilnehmenden in die Situation hineinversetzen und sie aus der Perspektive unterschiedlichster Beteiligter erleben. Der Perspektivwechsel ermöglicht es eigene rassistische Denkmuster (die einem nicht immer bewusst sind) aufzuzeigen, wodurch diese hinterfragt und abgebaut werden können. Das Besondere an den VR-Szenen ist, dass auch die Perspektiven zwei vermeintlich unbeteiligter Personen eingenommen werden können, da man mit Hilfe der Hand-Controller selbst bestimmen kann, welche Perspektive man einnehmen möchte. Lässt man die Szene aus Sicht einer anderen Person ablaufen, sind die Gedanken zu hören, wie diese Person das Geschehen wahrnimmt, womit wir zum einen eine maximale Sensibilisierung erzielen, aber vor allem für Anti-Diskriminierung, Diversity und Chancengleichheit sorgen wollen.

Interaktionsphase
Im Anschluss an die VR-Szene haben Sie freie Gestaltungszeit, um in Ruhe über das gerade Erlebte zu sprechen und mögliche Aufgabenstellungen zu bearbeiten, wofür Sie pro Workshop mindestens 90 Minuten (Schülergruppen), bestenfalls jedoch 2-4 Stunden einplanen sollten. Das Training wird immer von mindestens einer Workshopleitung begleitet, die bestenfalls die Gruppe gut kennt und über mögliche Triggerpunkte Bescheid weiß.

Inhaltlichen Gestaltung
Zur inhaltlichen Gestaltung gibt es Begleitmaterialien, die die Workshopleitung als Hilfestellung benutzen kann, wobei meistens die Teilnehmer:innen jedoch selbst mit eigenen Erfahrungen zum Workshop bei tragen. Vor allem unter den Jüngeren mussten leider viele bereits selbst Ausgrenzungserfahrungen machen. Insofern hat es sich bewährt die Interaktionsphase zwar vorzubereiten, aber viel Raum für die Reaktionen der Beteiligten zu lassen. Der Austausch unter den Teilnehmer:innen ist sehr wertvoll, um zum einen die Zuhörer:innen zu sensibilisieren und zum Anderen die Erzählenden zu stärken. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Arbeit in Kleingruppen zu einer vertrauteren Atmosphäre beiträgt und Diskussionen intensiver geführt werden können. Bei sehr gleichmäßigen Gruppen besteht die Möglichkeit eine Person mit zu beteiligen, der/die selbst bereits Diskriminierungserfahrungen gemacht hat und sich mit den Teilnehmenden austauschen kann.

Brillen
Pro Workshop stehen 5 Brillen zu Verfügung, sodass die Teilnehmeranzahl auf maximal 10 Teilnehmer:innen beschränkt ist. Es können mehrere Workshops hintereinander stattfinden, Sie können die VR-Szenen aber auch als Modul eines größeren Schulungs-Seminars von Fachtrainer:innen nutzen.

Ablauf
Sie kontaktieren uns über das Formular und gemeinsam vereinbaren wir ein Telefongespräch, bei dem wir die Möglichkeiten der Workshop-Gestaltung sowie offene Fragen besprechen. Im Anschluss an das Gespräch erhalten Sie ein passend für Sie zusammengestelltes Angebot, sowie die VR-Brillen per Kurier (in der vereinbarten Kalenderwoche), die nach dem erfolgreich durchgeführten Workshop auch wieder von uns abgeholt werden.

Vorteile:

– Den Teilnehmer:innen wird eine eindrückliche Virtual Reality Erfahrung geboten

– Das Arbeiten in Kleingruppen ermöglicht Vertrauen

– Perspektivwechsel und Einfühlungsvermögen führt zu Abbau von Vorurteilen & Ängsten

– Kombination aus rassismuskritischer Bildungsarbeit und Empowerment

– Freie Gestaltungsmöglichkeiten bieten eine individuelle Anpassung an die Zielgruppe

Sonstige Infos
Die Brillen sind mit einem Set zum Desinfizieren, Ladekabel sowie einer Bedienungsanleitung ausgestattet, um einen möglichst unkomplizierten Umgang zu ermöglichen.

Ansprechpartnerin:

 

Julia Halm
Projektleitung „AugenBLICK mal!“
Kontakt: vr-workshop@gemeinsam-bruecken-bauen.de

 

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