»Gemeinsam interkulturell stark« ist ein interkulturelles Präventionsprojekt, das BrückenBauen in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium München durchführt. Ziel des Projektes ist, bestehende Vorurteile und Berührungsängste zwischen Migrant*innen und Polizeibeamt*innen nachhaltig abzubauen. Gelingen soll dies durch ein gemeinsames Aktivwerden von Polizist*innen und Migrant*innen und durch die Unterstützung von Kulturmoderator*innen.

Das Problem:   Immer wieder kommt es zu schwierigen Situationen zwischen der Polizei und Bewohner*innen von Sammelunterkünften in München. Dies führt zu negativen Erlebnissen auf beiden Seiten und zu gegenseitigen Vorurteilen, die den Umgang mit Konfliktsituationen umso mehr belasten. Zudem haben viele Geflüchtete aufgrund von Angsterfahrungen in den Heimatländern ein Grundmisstrauen gegenüber der deutschen Exekutive. Gewalt und Kriminalität entwickeln sich zusehens zu einer Problematik in vielen Unterkünften. Dieser Umstand stellt eine große Herausforderung für die Präventionsarbeit dar.

Du möchtest Dich auch an unserem interkulturellen Projekt beteiligen?

Dann melde Dich bei uns und erfahre mehr über das Projekt und Deine Möglichkeiten, Dich von uns zum/r Kulturmoderator*in qualifizieren zu lassen. 

Wir freuen uns auf Deine E-Mail, Deine Nachricht oder Deinen Anruf!

Unser Lösungsansatz:

Der gegenseitige Vertrauensaufbau kann nur gelingen, wenn sich Beamt*innen und Migrant*innen auf Augenhöhe begegnen und in einen Dialog treten. In gemeinsamer Arbeit sollen Lösungen für eine kultursensible Ausrichtung der polizeilichen Präventionsarbeit in Gemeinschaftsunterkünften entstehen. 

Der Einsatz von Kulturmoderator*innen trägt dazu bei, den Dialog zwischen Polizeibeamt*innen und Geflüchteten zu fördern und Konfliktpotenziale abzubauen.

      Aufgaben des Projekts:

  • interkulturelle Öffnung der Polizeiarbeit
  • Qualifizierung von Kulturmoderator*innen mit Migrationsgeschichte im Bereich »Polizeiarbeit«
  • Leuchtturmprojekt für gelebte Integration durch Teams von Kulturmoderator*innen und Polizeibeamt*innen
  • Moderierter Dialog auf Augenhöhe zwischen Beamt*innen und Geflüchteten

Das Projekt besteht aus vier Modulen:

Migrant*innen werden zu Kulturmoderator*innen qualifiziert

Interkulturelle Schulung von Polizeibeamt*innen

Bildung bi-kulturelles Teams aus interkulturell geschulten Beamt*innen und Kulturmoderator*innen

Durchführung vertrauensfördernder Veranstaltungen in Münchner Gemeinschaftsunterkünften

Kulturmoderator*innen-Qualifizierung:   Im Rahmen des Projekts können sich Mitbürger*innen mit Migrationshintergrund, die selbst Erfahrungen mit der Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft gesammelt haben, zu Kulturmoderator*innen ausbilden lassen. Die Qualifizierung findet an insgesamt vier Terminen statt. Neben den Grundlagen der interkulturellen Kommunikation und einer Einführung in das kultursensible Dolmetschen sowie in das professionelle Moderieren von Workshops umfasst sie einen inhaltlich auf das Projekt zugeschnittenen Thementag zur Polizeiarbeit.

© Arif Abdullah Haidary

Veranstaltungen in Gemeinschaftsunterkünften:   Ab Januar 2021 wird die Durchführung vertrauensfördernder Maßnahmen in den Unterkünften aufgenommen. Gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Sport oder Kochen, aber auch offene Sprechstunden mit mit einem/r Polizeibeamten/in sowie inhaltliche Veranstaltung zur Polizeiarbeit sind vorgesehen. Die Veranstaltungen werden pro Unterkunft von einem bi-kulturellen Team aus Integrationsbeamt*in und Kulturmoderator*in geleitet. Durch die gemeinsamen Aktivitäten wird ein Dialog auf Augenhöhe zwischen den Geflüchteten und Polizeibeamt*innen ermöglicht.