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Gemeinsam interkulturell stark

Ein Präventionsprojekt mit der Münchner Polizei

Bereits im Herbst 2020 startete in München das Projekt “Gemeinsam interkulturell stark”, ein Kooperationsprojekt von BrückenBauen und dem Polizeipräsidium München. Im Rahmen des Projekts werden Münchner Beamt:innen des Präventionsbereichs (Jugend- und Kontaktbeamt:innen) sowie engagierte Münchner:innen mit Migrations- oder Fluchterfahrung zu Multiplikator:innen für Präventionsfragen qualifiziert. Vorderstes Ziel der Multiplikator:innen-Schulungen ist der Aufbau und die Festigung eines soliden und nachhaltig funktionierenden Kooperationsverhältnisses von Polizeibeamt:innen und Migrant:innen.

In den Multiplikator:innen-Schulungen erhalten die Teilnehmer:innen Einblicke in folgende Themenfelder:

  • Grundlagen der interkulturellen Kommunikation, Umgang mit Stereotypen und Vorurteilen
  • Einführung in das interkultuelle Konfliktmanagement
  • Potenziale der interkulturellen Zusammenarbeit im polizeilichen Präventionskontext
  • Interaktiver Teamtag: Gemeinsame Erarbeitung von Lösungen für Präventionsarbeit in Unterkünften

Die theoretischen Inhalte sind eng verzahnt mit dem Wissen um die faktischen Herausforderungen der Präventionsarbeit und somit maximal praxisrelevant für beide Seiten. Um die Teilnehmer:innen bestmöglich auf ihre Rolle als Multiplikator:innen für Präventionsfragen vorzubereiten, werden in die Schulungsagenda persönliche Erlebnisbeiträge der Beteiligten und Diskussionseinheiten eingebunden. Diese Elemente sind maßgebend für den pädagogischen Effekt der Maßnahme, da den Kandidat:innen durch sie die Position das jeweiligen Gegenübers zugänglich wird; dies wiederum ist die Voraussetzung für eine funktionierende Kooperation der beiden Zielgruppen, die ihren Wirkungsansprüchen nachhaltig gerecht wird..

Nach Abschluss der Qualifizierung arbeiten beide Gruppen langfristig zu Fragen rund um das Thema Präventionsarbeit mit Zielgruppe Geflüchtete zusammen: Wie kann Präventionsarbeit in Unterkünften für Geflüchtete kultursensibel umgesetzt werden? Wie kann es gelingen, mit Polizeikontakt einhergehende Berührungsängste zu überwinden? Durch welche Maßnahmen kann Vertrauensaufbau langfristig gefördert werden?

Durch regelmäßig stattfindende Stammtische und Vernetzungstreffen wird die Zusammenarbeit sowie die inhaltliche Kompetenz der Arbeitsgruppe gestärkt.

Im Jahr 2022 soll “Gemeinsam interkulturell stark” auch in Zusammenarbeit mit den Polizeipräsidien Oberpfalz, Oberfranken sowie Schwaben Nord anlaufen.

Kontakt: juliahalm@gemeinsam-bruecken-bauen.de

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